Tipps zum Solarspeicherkauf
Mehr als 1,3 Millionen Bürger in Deutschland produzieren bereits Solarstrom

Stromspeicher können den Eigenverbrauch in Verbindung mit Solarstromanlagen verdoppeln und den Selbstversorgungsgrad mit Ökostrom auf bis zu 80 Prozent erhöhen. Der Branchenverband BSW-Solar erklärt in fünf Schritten, was für den eigenen Sonnenspeicher nötig ist.

1. Angebote einholen

Wer bereits Solarstrom erzeugt, kann einen Energiespeicher nachträglich hinzufügen. Für Neueinsteiger ist ein Kombisystem aus Photovoltaik-Anlage und Speicher ratsam. In beiden Fällen schaut sich der Fachmann das Haus an und erstellt aufgrund des persönlichen Verhaltensprofiles der Stromnutzung und der gegebenen Voraussetzungen ein Angebot. Platzprobleme gibt es aufgrund der kompakten Bauweise nicht, in der Regel werden Energiespeicher im Keller oder im Hauswirtschaftsraum betrieben.

2. Zwei Technologien

Die Stromspeicher für den Heimbedarf arbeiten entweder auf Blei-Basis (mit einem Blei-Säure oder Blei-Gel) oder mit Lithium-Ionen. „Welche Technologie letztendlich in Frage kommt, hängt von den eigenen Bedürfnissen und den Gegebenheiten vor Ort ab“, sagt Jörg Mayer, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft (BSW-Solar). Die Speicher unterscheiden sich vor allem bei Energiedichte, Lebensdauer und Preis. Der Installateur achtet bei der Planung darauf, dass alle Komponenten für das Heimkraftwerk wie Photovoltaikanlage, Wechselrichter, Speicher und Ladeelektronik aufeinander abgestimmt sind – und eine möglichst hohe Eigenverbrauchsquote erreicht wird.

3. Staatliche Förderung

Die staatliche Förderbank KfW bietet zinsgünstige Kredite für die Speicherfinanzierung an. Bis zu 30 Prozent der Anschaffungskosten übernimmt dann der Staat. Wichtig ist, dass der Speicheranbieter die Fördervoraussetzungen erfüllt. Deshalb sollte unbedingt vor der Auftragsvergabe mit dem Angebot der Förderkredit bei der Hausbank beantragt werden, rückwirkend ist dies nämlich nicht mehr möglich.


4. Speicher installieren

Der richtige Fachbetrieb ist ausgewählt und die Förderung bewilligt. Jetzt kann der Solarstromspeicher gekauft und fachmännisch installiert werden – dies geht zu jeder Jahreszeit. Der Fachinstallateur übernimmt dabei Montage und Einrichtung. Alle Montagearbeiten und die verwendeten Komponenten sollten vom Handwerker dokumentiert werden. Der BSW-Solar und der Handwerkerverband ZVEH haben zu diesem Zweck den Photovoltaik-Speicherpass entwickelt.


5. Anmelden beim Netzbetreiber

Der Anlagenbetreiber darf nicht vergessen, den Solarstromspeicher beim örtlichen Netzbetreiber anzumelden - dieser muss über die Inbetriebnahme informiert sein. In der Regel übernimmt auch diesen Schritt der Fachinstallateur, nur dann kann der Netzbetreiber die Anforderungen an das Stromnetz richtig einschätzen. Betreiber eines Kombisystems aus Photovoltaik-Anlage und Speicher wenden sich dafür an ihren zuständigen Verteilnetzbetreiber.
Quelle: www.photovoltaik.eu  


Genossenschaftsmodelle beleben Energiewende /

Studie von Baker Tilly Roelfs untersucht Potenziale und Risiken genossenschaftlicher Bürgerbeteiligungen im Energiebereich


Genossenschaftliche Bürgerbeteiligungen können zu einem wesentlichen Hebel für den Umbau der deutschen Energielandschaft werden. Unter bestimmten Voraussetzungen tragen Genossenschaftsmodelle sowohl zur Finanzierung der Energiewende als auch zur Auflösung bestehender Konfliktfelder bei. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor, die das Beratungsunternehmen Baker Tilly Roelfs gemeinsam mit fünf regionalen Energieversorgern, der Beteiligungsgesellschaft Stadt Solingen mbH und dem Institut für Genossenschaftswesen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster erstellt hat.
Danach sind die wesentlichen Erfolgsfaktoren die Berücksichtigung individueller Interessenlagen vor Ort, vorausschauende Strukturen sowie eine transparente und offene Kommunikation. So können Genossenschaftsmodelle gerade vor dem Hintergrund sich verändernder regulatorischer und politischer Rahmenbedingungen nachhaltig dazu beitragen, Bürgerinnen und Bürger, Energieversorger und Kommunen wieder näher zusammenzubringen, um Projekte für erneuerbare Energie gemeinsam zu finanzieren und erfolgreich umzusetzen. „Genossenschaften bieten Bürgern die Chance, selbst Gesellschafter oder gar Initiator von Projekten im Bereich der Erneuerbaren Energien zu werden. Bürger gewinnen an Einfluss, was sich unter anderem in einer stärkeren Kundenorientierung der Stadtwerke niederschlägt. Zudem erbringt die Genossenschaft Leistungen für ihre Mitglieder und stellt diese langfristig günstig – beispielsweise über Sondertarife – zur Verfügung“, erklärt Eric Christian Meyer, Geschäftsführer des Instituts für Genossenschaftswesen der Universität Münster: „Als positiver Nebeneffekt steigt zudem die Akzeptanz von Projekten, wenn die Bürger sich selbst engagieren und die Projekte mit initiieren.“ Download der Studien-Zusammenfassung hier:

 http://www.bakertilly.de/fileadmin/Downloads/Studien/1-BTR-STUDIE-GE-MS-131102.pdf  

Quelle: BAKER TILLY ROELFS 2013
http://www.bakertilly.de/competence-center/public-sector/genossenschaftsmodelle